Klagen gegen Tipico Wo ist das Geld?
Konzessionen wurden bis dahin nicht vergeben, dementsprechend agierten sie illegal – mit Spieler:innen geschlossene Wettverträge sind in der Folge ungültig. Ob Landgerichte, Oberlandesgerichte oder sogar der Bundesgerichtshof (BGH) – zahlreiche Richter:innen sind sich ob der Illegalität von Online-Sportwetten vor Ende des Lizenzstopps einig. Das bestätigen verschiedene Urteile bzw. Beschlüsse zu Online-Sportwetten. Haben Sie vor Inkrafttreten des Sportwetten-Gesetzes Online-Wetten platziert, raten wir Ihnen, Ihre Ansprüche zu prüfen. Die beziehen sich vor allem auf die Erstattung von Wettverlusten. Alle Einzelheiten finden Sie in unserem Ratgeber „Sportwetten Geld zurück“. Um eine Lizenz zu erhalten, müssen die Online-Buchmacher nach dem Sportwetten-Gesetz unter anderem folgenden Anforderungen nachkommen: Erfassung, Prüfung und Verifizierung bestimmter Spielerdaten über ein Spielerkonto. Festsetzung eines Einzahlungslimits in Höhe von 1.000 EUR im Monat – Spieler:innen dürfen das nicht überschreiten können. Unterbindung der Möglichkeit einer parallelen Spielteilnahme an mehreren Spielen. Ausschluss von über ein Sperrsystem gesperrten Spieler:innen am Wettgeschehen. Die genannten Regularien stellen lediglich einen Auszug aus dem Sportwetten-Gesetz dar.
Verlorenes Geld mit unserem Anwalt zurück holen
Mai 2024 um 11.30 Uhr in Sachen I ZR 88/23 (Erstattung von Verlusten bei unerlaubten Sportwetten) Die ergeben sich aus dem sogenannten Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV). Der ist im Juli 2021 in Kraft getreten und hat das bis dahin geltende Verbot für Glücksspiele im Internet aufgehoben. Weil sich alle Anbieter von Online-Glücksspiel – vor allem auch im Sportwetten-Bereich – daran halten müssen, kann der Staatsvertrag als Sportwetten-Gesetz bezeichnet werden. Seit Juli 2021 ist er in Kraft: der Glücksspielstaatsvertrag, kurz GlüStV. Das von allen 16 Bundesländern beschlossene Regelwerk liefert einheitliche Rahmenbedingungen für das Betreiben von Online-Glücksspiel, darunter auch Online-Sportwetten.
István Cocron – Fachanwalt für Erbrecht
Auch wenn es sich beim GlüStV nicht formal um ein Gesetz handelt, so lässt es sich doch als solches bezeichnen. Der Grund: Alle Bundesländer haben jeweils ein Gesetz erlassen, das die Inhalte aus dem Staatsvertrag auffasst. Die Bezeichnung Sportwetten-Gesetz ist also zutreffend – die enthaltenen Regelungen sind eindeutig. Ziel des GlüStV bzw. Sportwetten-Gesetzes ist die Regulierung des Glücksspielwesens, insbesondere zugunsten eines besseren Schutzes von Spieler:innen.
Spielt es eine Rolle, dass die Glücksspielbetreiber ihren Sitz im Ausland haben?
Um die genannten Ziele zu erreichen, haben sich die Bundesländer auf verschiedene Bestimmungen geeinigt, an die sich die Anbieter von Online-Sportwetten zu halten haben. Verstöße ziehen Konsequenzen nach sich – insbesondere in Form von Rückzahlungsansprüchen aufseiten der Wettenden. Erst gegen Ende 2020 bzw. mit Inkrafttreten des Sportwetten-Gesetzes im Juli 2021 wurden Online-Sportwetten in Deutschland legal. Davor herrschte aufgrund fehlender Regularien ein Verbot. Wird trotz Lizenz dagegen verstoßen, begründet das ebenso Ansprüche aufseiten der Spieler:innen. Haben Sie die Vermutung, dass Ihr Wettanbieter mit gezinkten Karten spielt, kann sich eine anwaltliche Prüfung lohnen. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) agiert beim Sportwetten-Gesetz als zentrale Aufsichtsbehörde für Online-Glücksspiel. Damit liegt es in ihrer Verantwortung, Lizenzen zu verteilen und die Einhaltung der Regularien zu überwachen bzw. für deren Durchsetzung zu sorgen. Die Behörde pflegt eine sogenannte Whitelist mit allen lizenzierten Anbietern von Online-Glücksspiel. Anhand dieser Liste erfahren Sie, ob Ihr Wettbetreiber über die benötigte Konzession verfügt. Nicht nur das Veranstalten von illegalem Glücksspiel ist strafbar, sondern auch die Teilnahme Oftmals ist es jedoch schwierig für Spielende illegales Glücksspiel zu erkennen. In diesem FAQ-Bereich erfahren Sie, welche Risiken und rechtliche Konsequenzen das Spielen bei illegalen Anbietern mit sich ziehen kann. Ja, gemäß § 284 und § 285 des Strafgesetzbuches (StGB) ist sowohl das Veranstalten als auch die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel strafbar. Es drohen Freiheitsstrafen bis zu sechs Monaten oder Geldstrafen. Die Teilnahme an öffentlichen Glücksspielen ist strafbar, es sei denn, die Veranstalter verfügen über eine Erlaubnis zur Veranstaltung öffentlichen Glücksspiels in Deutschland.
| Zahlungsmethode | Risiko der Nutzung bei illegalen Anbietern | Maßnahmen der Anbieter / Behörden |
|---|---|---|
| Kreditkarte (Visa/Mastercard) | Chargeback möglich, aber kompliziert; Datenmissbrauch | Payment-Provider sperren Transaktionen bei bekannten illegalen Seiten |
| E-Wallets (PayPal, Skrill) | Konto kann bei Verstoß gegen AGB (Glücksspiel) gesperrt werden | Eigene Compliance-Abteilungen blockieren Transfers zu schwarzen Listen |
| Banküberweisung / Sofortüberweisung | Schwer rückholbar, Empfänger oft im Ausland | Banken können Überweisungen auf Verdacht hin stoppen |
| Kryptowährungen (Bitcoin, etc.) | Transaktionen sind endgültig und nicht rückgängig zu machen | Kaum regulative Eingriffsmöglichkeiten |
Wichtig ist also für alle Spielinteressierten vor der Teilnahme an Online-Glücksspiel zu überprüfen, ob die Angebote, die wahrgenommen werden wollen, über eine öffentliche Erlaubnis der GGL verfügen. Die Teilnahme an Online-Casino-Spielen ohne deutsche Erlaubnis ist strafbar. Informieren Sie sich vorab auf der amtlichen Whitelist, ob der Anbieter über eine gültige Erlaubnis nach dem Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021) verfügt, um legales und sicheres Spielen zu gewährleisten.
Ende 1990er Jahre
Darüber haben sich jedoch alle Online-Anbieter hinweggesetzt. In der Folge ergeben sich massenhaft Ansprüche auf Rückzahlung der Wettverluste. Wie bereits angeschnitten, sind Online-Sportwetten erst seit Inkrafttreten des Sportwetten-Gesetzes in Deutschland legal. Zurückzuführen ist das vor allem auf eine Grundvoraussetzung nach dem Staatsvertrag: eine gültige Lizenz. Die erhalten Anbieter von Glücksspiel im Internet nur, wenn sie sich an die im GlüStV vereinbarten Regularien halten. B.
- Streaming-Plattformen entfernen Inhalte, die für illegale Wetten werben
- Vermittler ("Affiliates") für illegale Wetten machen sich strafbar
- Nutzerdaten werden oft an Dritte weiterverkauft
- Keine Transparenz über die tatsächlichen Eigentümer der Anbieter
- App-Stores löschen Apps illegaler Wettanbieter
klassische Spielautomaten mit begrenzten Einsätzen und Spielpausen). B. Roulette oder Blackjack, länderspezifisch reguliert, bisher nur im Freistaat Bayern). In unserem FAQ zu verschiedenen Glücksspielarten sind Unterschiede wie beispielsweise der zwischen Virtuellen Automatenspielen und Online-Casinospielen genau erklärt. Nicht nur die Veranstaltung von unerlaubtem Online-Glücksspiel ist strafbar, sondern auch das Teilnehmen daran.
- Strafrechtliche Verfolgung nach §284 StGB (unerlaubte Veranstaltung eines Glücksspiels)
- Auch Teilnahme an illegalem Glücksspiel kann als Ordnungswidrigkeit geahndet werden
- Zahlungsdienstleister dürfen Transaktionen zu illegalen Anbietern blockieren
- IP-Adressen können von Behörden zur Ermittlung genutzt werden
Die Teilnahme an illegalem Online-Glücksspiel ist verboten, um rechtliche, wirtschaftliche und soziale Risiken zu minimieren. Die Hauptgründe sind die Prävention von bet wettanbieter bonus ohne einzahlung Spielsucht, der Spieler- und Jugendschutz, die Vorbeugung der Gefahren für die Integrität des sportlichen Wettbewerbs beim Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten sowie die Unterbindung von Geldwäsche.
- Nutzer werden als Komplizen bei Umgehung von Sperren (z.B. VPN) mitverantwortlich
- Illegale Anbieter kopieren oft Designs und Namen seriöser Wettseiten
- Phishing-Risiko durch nachgeahmte E-Mails oder Websites
- Keine Rechenschaftspflicht bei Verlusten durch technische Fehler
- Social-Media-Konten werden für verdecktes Marketing illegaler Wetten genutzt
Rechtlich betrachtet macht es keinen Unterschied, ob Personen an unerlaubten Sportwetten, virtuellem Automatenspielen oder anderen verbotenen Glücksspiel teilnehmen. Veranstalter: Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe (§ 284 StGB).
Nach BGH-Beschluss: Image von Wettanbietern leidet
Doch wie kann es eigentlich sein, dass Online-Wetten so lange illegal waren, aber trotzdem geduldet wurden? "Das ist überraschend für sehr viele", sagt Igor Vasiljević. Das selbstbewusste Auftreten und die omnipräsente Werbung hätten den Anschein geweckt, das Geschäft mit den Online-Wetten sei legal. "Am Ende müssen sich die Behörden an die Nase greifen." Tatsächlich hatte es über die letzten Jahre bereits zahlreiche Entscheidungen von unteren Instanzen gegeben. Das BGH-Urteil dürfte nun aber richtungsweisend sein.
Urteil des LG Frankfurt – Tipico muss 43.000 Euro zurückzahlen
Was ist also für das Sportwettengeschäft zu erwarten? "Den Anbietern wird es finanziell wehtun", sagt Vasiljević. "Die Unternehmen haben ja in den letzten Jahren viel Geld investiert, um ihr Image zu polieren. Und jetzt ist höchstrichterlich festgestellt, dass sie Rechtsbrecher sind. Und doch stehe die Zukunft der Wettanbieter wohl nicht auf dem Spiel, seien in der Branche doch zwischen 2014 und 2020 rund 50 Milliarden Euro umgesetzt worden.
Gute Chancen auf Rückerstattung bei diesen Sportwettenanbietern
"Die werden bald wieder schwarze Zahlen schreiben", ist sich Vasiljević sicher. Igor Vasiljević ist Wirtschaftsjurist und gilt als Experte in der Begleitung der Regulatorik zu Sportwetten in Deutschland. Bundesgerichtshof: Beschluss vom 22. März 2024 (AZ I ZR 88/23) Bundesgerichtshof Pressemitteilung: Verhandlungstermin am 2. Mai 2024 um 11.30 Uhr in Sachen I ZR 88/23 (Erstattung von Verlusten bei unerlaubten Sportwetten) (15.03.2024) Mitteilung der Pressestelle: Verhandlungstermin am 2. Teilnehmende: Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen (§ 285 StGB). Die riskanteste Form des Glücksspiels ist das illegale Glücksspiel. Hierbei fehlt jegliche Regulierung, die Spielende schützt. Kein Spielerschutz: Es fehlen Maßnahmen wie Einzahlungslimits oder Selbstsperren, wodurch das Risiko einer Spielsucht deutlich steigt. Manipulation und Betrug: Die Spiele unterliegen keiner Kontrolle, was zu unfairen Bedingungen und manipulierten Ergebnissen führen kann.
Experte hält Regelung für europarechtswidrig
Dazu müssen Betroffene eine sogenannte Transaktionsübersicht bei den Anbietern anfordern. Diese sind dazu verpflichtet, die relevanten Daten zu speichern und auf Anfrage herauszugeben. Tun sie das nicht, drohen empfindliche Strafen. Sportwetten-Streit: BGH stellt sich auf Seite der Spieler In der Praxis könnten sich trotzdem einige Hürden auftun. Zwar sei es ohne Probleme möglich, gegen die Platzhirsche wie Tipico oder Bwin vorzugehen, erläutert Igor Vasiljević.
Welche Kosten entstehen mir bei einer Beauftragung?
Für kleinere und mittlere Unternehmen sei es dagegen leicht, einfach nicht zu zahlen. Vor allem an Unternehmen mit Sitz auf Curaçao komme man nicht ran. Man habe es dabei mit Gesellschaften mit wenig seriösem Hintergrund zu tun, sagt Vasiljević. Wer sein Geld zurückfordern will, sollte also im Vorhinein abklären, wie die Chancen sind. Auch die Summe spielt dabei eine Rolle.
3. Ihr Geld zurück erhalten
Unter 5.000 Euro lohnt es sich nicht, einen Anwalt einzuschalten. Und oft geht es um persönliche Schicksale. So berichtet Vasiljević von Anrufen schockierter Ehefrauen, die gerade erfahren hätten, dass ihr gesamtes Erspartes weg sei – manchmal Summen von 100.000 Euro und mehr. "Den Leuten geht es nicht darum, dass sie sich bereichern", erklärt Igor Vasiljević. Vielmehr fühlten sie sich betrogen und wollten geradebiegen, was in den letzten Jahren schiefgelaufen sei. Finanzielle Verluste: Gewinne werden oft nicht ausgezahlt, und sensible Daten wie Ausweiskopien oder Zahlungsinformationen können missbraucht werden. Strafbarkeit: Die Teilnahme an illegalem Glücksspiel ist strafbar (§ 285 StGB) und kann mit Geld- oder Freiheitsstrafen geahndet werden.
- Rechtsschutzversicherungen decken oft keine Streitfälle mit illegalen Anbietern
- Steuerhinterziehung durch nicht gemeldete Gewinne aus illegalen Wetten
- Schwierige Rechtsdurchsetzung bei Anbietern mit Sitz im Ausland
- Verstöße gegen das Wett- und Lotterierecht der Bundesländer
- Keine Bonitätsprüfung der Betreiber durch deutsche Behörden
Wer bei illegalen Veranstaltern spielt, riskiert nicht nur Geld und Daten, sondern auch rechtliche Konsequenzen.
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