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Tipico Geld zurückfordern

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a., C-338/04, C-359/04 und C-360/04 (vgl.

  • Die EuGH-Rechtsprechung betrifft auch steuerliche Aspekte von Sportwetten.
  • Diskriminierende Steuern für ausländische Anbieter sind unzulässig.
  • Tipico kann vor nationalen Gerichten gegen ungerechtfertigte Steuerlasten vorgehen.
  • Die Rechtssicherheit für Unternehmen im Binnenmarkt wird dadurch erhöht.
  • Steuereinnahmen aus regulierten Märkten sind ein wichtiges Argument für die Liberalisierung.

auch Pressemitteilung Nr.

Ein Verfahren mit Signalwirkung für den deutschen Markt

Ausnahmsweise sollten diese zivilrechtlichen Konsequenzen bei einem Verstoß gegen die Konzessionsauflage nicht angewandt werden, wenn dies unverhältnismäßig wäre. Diese Folgen sind im Hinblick auf das angestrebte Ziel des Verbraucherschutzes grundsätzlich verhältnismäßig6. Grundsätzlich müssen die nationalen Behörden befugt bleiben, diese Auflage durchzusetzen und einen Verstoß mit den im nationalen Recht vorgesehenen straf-, verwaltungs- oder zivilrechtlichen Folgen zu ahnden7. 1Diese Lizenz soll es Tipico gestatten, von Malta aus über das Internet Sportwetten in der gesamten EU anzubieten. 2Am 9.

Wieso der Europäische Gerichtshof?

Oktober 2020 wurde Tipico in einem neuen Konzessionserteilungsverfahren eine Konzession für Sportwetten in Deutschland erteilt. Die vorherige Konzessionsregelung, die nur 20 Konzessionen vorgesehen hatte, wurde aufgrund ihrer von Tipico und anderen abgelehnten Bewerbern veranlassten gerichtlichen Überprüfung und Aussetzung nie erfolgreich umgesetzt. Nach Angaben des Verwaltungsgerichts Wiesbaden war das frühere Konzessionserteilungsverfahren unter Verletzung der Tipico nach dem Unionsrecht zustehenden Rechte auf ein transparentes und diskriminierungsfreies Konzessionserteilungsverfahren durchgeführt worden. Insbesondere habe die Beschränkung der Zahl der Konzessionen auf 20 gegen das Transparenzgebot verstoßen, da die Länder bet wettbonus vergleich außerstande gewesen seien, diese Beschränkung zu erklären. Ebenso habe die Genehmigungsbehörde aus den Veranstaltern, die die Voraussetzungen für die Konzessionserteilung erfüllt hätten, die 20 Veranstalter, die Konzessionen erhalten sollten, in intransparenter Weise ausgewählt.

Vorinstanzen entschieden gegen Kläger

Dementsprechend sei die Genehmigungsbehörde verpflichtet gewesen, Tipico eine Konzession zu erteilen, da er (neben anderen) alle Voraussetzungen für die Konzessionserteilung erfüllt habe. In der Berufung wurde das Gerichtsverfahren jedoch ohne Sachentscheidung eingestellt, da der Geltungszeitraum der Konzessionsregelung abgelaufen sei und die Länder jedenfalls eine neue Regelung erlassen hätten. 3In Anbetracht der Mängel des betreffenden Konzessionserteilungsverfahrens haben die deutschen Gerichte bereits entschieden, dass gegen Glücksspielanbieter wie Tipico keine straf- oder verwaltungsrechtlichen Sanktionen verhängt werden könnten, wenn sie im maßgeblichen Zeitraum nicht konzessionierte Wetten auf dem deutschen Markt angeboten hätten. Der Bundesgerichtshof möchte jedoch wissen, ob die deutschen Gerichte auch daran gehindert sind, gegenüber einem solchen Veranstalter die zivilrechtlichen Folgen anzuwenden. 4Die Mitgliedstaaten sind nämlich nicht verpflichtet, in einem anderen Mitgliedstaat ansässigen Wirtschaftsteilnehmern die freie Erbringung von Glücksspieldienstleistungen in ihrem Hoheitsgebiet zu gestatten. 20/07) zurückgehenden Rechtsprechung vor.

Ihr Ansprechpartner: Rechtsanwalt István Cocron

Die Schlussanträge sprechen deutlich dagegen, dass Anbieter mit dem pauschalen Einwand Erfolg haben könnten, das frühere deutsche Konzessionssystem habe wegen unionsrechtlicher Mängel insgesamt unangewendet bleiben müssen. Diese Einschätzung fügt sich nahtlos in die aktuelle Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs ein. Erst am 16. April 2026 hat der Gerichtshof in der Rechtssache C-440/23 klargestellt, dass das Unionsrecht nationalen Regelungen nicht entgegensteht, die unerlaubtes Online-Glücksspiel sanktionieren und zivilrechtliche Folgen wie die Rückforderung verlorener Einsätze vorsehen. Sollte der Europäische Gerichtshof den Schlussanträgen folgen, wäre dies aus unserer Sicht ein weiterer zentraler Baustein für Verfahren gegen Online-Sportwettenanbieter ohne deutsche Erlaubnis im maßgeblichen Altzeitraum.

Malta und die „Bill 55“: Risse im Binnenmarkt?

Der unionsrechtliche Verteidigungseinwand würde dadurch erheblich an Überzeugungskraft und praktischer Relevanz verlieren. Offen bliebe dann im Wesentlichen nur noch die eng begrenzte Ausnahme behördlicher Zusicherungen – und genau in diesem Punkt dürfte künftig der Schwerpunkt der bet sportwetten kiosk Verteidigung auf Seiten der Anbieter liegen. Diese Bewertung stützt sich sowohl auf die amtliche Mitteilung des Europäischen Gerichtshofs als auch auf das bereits ergangene Urteil in der Rechtssache C-440/23. EuGH, Pressemitteilung vom 19.03.2026 zu den Schlussanträgen in der Rs. C-530/24 vom 19.03.2026 Generalanwalt Emiliou: Ein Veranstalter von Sportwetten, der auf einem nationalen Markt Dienstleistungen anbietet, ohne die erforderliche Konzession zu besitzen, kann zur Rückerstattung der von den Spielern erhaltenen Einsätze verpflichtet werden.

Geldflüsse innerhalb des Konzerns sorgen für Unruhe

Etwas anderes sollte gelten, wenn es dem Veranstalter aufgrund von Mängeln des Konzessionserteilungsverfahrens nicht möglich war, die Konzession zu erhalten, und die nationalen Behörden ihm zugesichert haben, dass bis zur Einführung eines unionsrechtskonformen Verfahrens die Konzessionsauflage nicht durchgesetzt würde. Im maßgeblichen Zeitraum besaß Tipico eine maltesische1, jedoch keine deutsche Konzession, wie nach deutschem Recht erforderlich2. Nach deutschem Recht führt ein solches unerlaubtes Anbieten von Sportwetten zur Nichtigkeit der mit den Kunden geschlossenen Verträge und stellt eine unerlaubte Handlung dar, sodass die betroffenen Verbraucher Rückerstattung oder Schadensersatz verlangen können. Der Bundesgerichtshof möchte daher wissen, ob die befassten Zivilgerichte unter solchen Umständen nach dem Grundsatz des Vorrangs des Unionsrechts – konkret der Dienstleistungsfreiheit – verpflichtet sind, das nationale Konzessionssystem insgesamt unangewendet zu lassen und folglich die Ansprüche des Verbrauchers zurückzuweisen3. Insofern ist der Schutz des aus der Dienstleistungsfreiheit folgenden Rechts des Veranstalters ausreichend dadurch gewährleistet, dass ein mangelhaftes oder fehlendes Konzessionserteilungsverfahren gerichtlich angefochten werden kann5. Können Kunden von Online-Wettanbietern in bestimmten Fällen ihre Verluste zurückfordern?

  • EuGH-Urteile stärken die Position privater Wettanbieter gegen staatliche Monopole.
  • Monopole müssen beweisen, dass sie Spielsucht wirksamer bekämpfen als ein regulierter Markt.
  • Die Rechtsprechung hat zur Liberalisierung der Glücksspielmärkte in Ländern wie Deutschland beigetragen.
  • Tipico konnte so auf Basis EU-rechtlicher Argumente in neue Märkte expandieren.
  • Nationale Übergangsfristen und Bestandsschutz können Ausnahmen darstellen.

Am Mittwoch wurde vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg mündlich verhandelt.

Urteil Datum Wesentlicher rechtlicher Punkt Betroffene Richtlinie
EuGH, Rs. C-336/14 (Ince) 22.09.2016 Unverhältnismäßigkeit pauschaler Werbeverbote für ausländische Anbieter Niederlassungsfreiheit (AEUV Art. 49)
EuGH, Rs. C-409/16 (Stanleybet u.a.) 06.09.2017 Nationale Monopole müssen strengen Bedingungen genügen, um wettbewerbsfähig zu sein Dienstleistungsfreiheit (AEUV Art. 56)
EuGH, Rs. C-263/18 (Zeturf) 04.03.2020 Vorabgenehmigungspflicht für Werbung kann mit EU-Recht vereinbar sein Richtlinie 2010/13/EU (Audiovisuelle Mediendienste)

Es war ein Prozesstag mit Signalwirkung für die gesamte Glücksspielbranche.

Was bedeutet das konkret für Betroffene?

Sie sind berechtigt, eine solche Tätigkeit von einer Konzessionsauflage abhängig zu machen. Desgleichen sind die Mitgliedstaaten aufgrund der Dienstleistungsfreiheit nicht dazu verpflichtet, von einem anderen Mitgliedstaat ausgegebene Glücksspielkonzessionen anzuerkennen. Daraus folgt, dass die Dienstleistungsfreiheit den in einem Mitgliedstaat niedergelassenen (und gegebenenfalls konzessionierten) Veranstaltern von Glücksspielen kein unmittelbares Recht einräumt, Dienstleistungen in einem anderen Mitgliedstaat zu erbringen. Ein solches Recht ergibt sich nämlich nur aus der Konzession, die der Veranstalter im Aufnahmestaat bet sportwetten bonus bestandskunden einholen muss. Die Dienstleistungsfreiheit verlangt von den Mitgliedstaaten auch nicht, diesen Veranstaltern automatisch solche Konzessionen zu erteilen.

Tipico sieht schon jetzt einen Erfolg

Sie können zu diesem Zweck Bedingungen stellen, sofern diese verhältnismäßig und nicht diskriminierend sind, und sogar die Zahl der verfügbaren Konzessionen begrenzen. 5Insbesondere könnte der Veranstalter vom Staat den Ersatz des verursachten Schadens, einschließlich für entgangene Geschäftsmöglichkeiten, verlangen. 6Der Zweck des Konzessionssystems besteht darin, den natürlichen Spieltrieb der Bevölkerung hin zu konzessionierten Angeboten zu „lenken“, die von den nationalen Behörden überwacht und durch Auflagen flankiert werden, die darauf abzielen, die Gefahr übermäßiger Ausgaben und eine Suchtgefahr zu begrenzen. 7Der Generalanwalt schlägt daher eine differenzierte Auslegung der auf das Urteil vom 6. März 2007, Placanica u. Im Mittelpunkt stand die Klage des Hamburger

Jahr Rechtssache Kernaussage für Sportwetten Direkte Auswirkung auf Tipico
2010 C-316/07, C-358/07 bis C-360/07 (Stoß) Staatl. Monopole möglich, müssen aber kohärent und verhältnismäßig sein Grundsatzurteil, eröffnete Klagewege
2016 C-336/14 (Ince) Pauschale Werbeverbote für legale ausl. Anbieter unverhältnismäßig Argumentationshilfe gegen deutsche Werbebeschränkungen
2017 C-409/16 (Stanleybet) Monopol muss wirksam gegen Spielsucht vorgehen und wettbewerbsfähig sein Unterstützte Forderung nach Marktöffnung
2020 C-263/18 (Zeturf) Vorabgenehmigung von Werbung kann rechtmäßig sein Bestätigte Teile des deutschen Regulierungsansatzes

Prozessfinanzierers Gamesright gegen den bekannten Sportwettenanbieter Tipico.

  • Die Zukunft der EU-Glücksspielregulierung wird von der EuGH-Rechtsprechung mitgeprägt.
  • Diskussionen über eine EU-weite Harmonisierung der Glücksspielregeln werden geführt.
  • Tipico und andere Anbieter setzen sich für einheitliche Standards ein.
  • Neue Urteile zu Themen wie Live-Wetten oder Esports sind zu erwarten.
  • Der Schutz der Verbraucher bleibt der zentrale Maßstab für alle regulatorischen Eingriffe.
  • Der digitale Binnenmarkt stellt neue Herausforderungen an die Regulierung von Sportwetten.

Der Vorwurf: Tipico habe jahrelang ohne gültige deutsche Lizenz Wetten angeboten - nun

Tipico Urteile

Der Kläger verlangt die Rückzahlung jener Einsätze, die er zwischen 2013 und dem 9. Oktober 2020 über die deutsche Website des Anbieters verloren hat. Nach der offiziellen Pressemitteilung des Europäischen Gerichtshofs verfügte Tipico in diesem Zeitraum zwar über eine maltesische Lizenz, jedoch nicht über die nach deutschem Recht erforderliche Konzession. Der Bundesgerichtshof wollte daher wissen, ob deutsche Zivilgerichte Ansprüche von Spielern ausnahmsweise wegen des Vorrangs der europäischen Dienstleistungsfreiheit ablehnen müssten, wenn das damalige deutsche Konzessionserteilungsverfahren unionsrechtliche Defizite aufgewiesen haben sollte. Die Antwort des Generalanwalts fällt eindeutig aus: grundsätzlich nein.

Wie war die Situation in Deutschland bis 2012?

Nationale Gerichte dürfen die zivilrechtlichen Folgen eines Angebots ohne deutsche Konzession anwenden. Hierzu zählen insbesondere die Unwirksamkeit der geschlossenen Verträge sowie die daraus resultierende Verpflichtung zur Rückzahlung der erhaltenen Einsätze. Ein Anbieter kann sich nicht ohne Weiteres darauf berufen, er habe lediglich aufgrund möglicher Mängel im Konzessionsverfahren keine Erlaubnis erhalten. Der Generalanwalt betont ausdrücklich, dass ein Veranstalter nicht im Wege einer eigenmächtigen „Selbsthilfe“ ohne Konzession auf dem deutschen Markt tätig werden darf. Eine Ausnahme soll lediglich in eng begrenzten Sonderfällen in Betracht kommen.

Wie kann ich Verluste aus Online-Sportwetten zurückfordern?

Dies setzt voraus, dass zuständige und verlässliche nationale Behörden dem Anbieter präzise, vorbehaltlose und übereinstimmende Zusicherungen erteilt haben, wonach die Konzessionspflicht bis zur Einführung eines unionsrechtskonformen Erlaubnisverfahrens nicht durchgesetzt werde. Ob eine solche besondere Konstellation im Fall Tipico tatsächlich vorlag, muss nun der Bundesgerichtshof im weiteren Verfahren prüfen. Zugleich ist wichtig: Es handelt sich bislang noch nicht um ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs, sondern um die Schlussanträge des Generalanwalts. Diese sind für den Gerichtshof rechtlich nicht bindend, besitzen in der gerichtlichen Praxis jedoch regelmäßig erhebliches Gewicht. Für laufende Rückforderungsverfahren stellt dies ein ausgesprochen starkes Signal dar. soll das höchste EU-Gericht klären, ob Kunden ihre Spielverluste aus dieser Zeit zurückfordern können.

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